Los geht’s!!

So, ich hoffe, ihr habt alle einen edlen Materialspender gefunden, denn nach dem etwas langwierigen Vortrag von gestern soll es ja nun endlich losgehen. Damit die Nadeln überhaupt das Klappern anfangen können, muss man natürlich zuerst einmal die entsprechenden Maschen bekommen (für’s Vokabelheft: das „Bekommen“ der Maschen nennt sich „anschlagen“). Je nach Fadendicke würde ich 50 Maschen vorschlagen, dann würde der Schal so ungefähr 20 cm breit. Für spätere Muster, die ich hier noch erklären möchte, sollte die Maschenzahl auf jeden Fall gerade sein, aber nicht durch 4 teilbar – also zum Beispiel 50, 54, 58 usw. (in den gängigen Strickanleitungen heißt das dann 4 + 2 Maschen).

Jetzt also zur ersten Masche!

Die Fotos, die ich dazu zeige, sind übrigens aus meiner Perspektive aufgenommen, das heißt ihr müsst nicht spiegelverkehrt denken.

Ihr wickelt etwa 1m vom Knäuel ab (lieber etwas mehr als zu wenig) und haltet den Faden dann zwischen Daumen und Zeigefinger so in einer Schlaufe, dass das abgewickelte Stück (also das, das nicht zum Knäuel, sondern zum Ende führt) nach rechts herunterhängt:

Jetzt wickelt ihr den Faden auf der linken Seite (also der, der zum Knäuel führt) entgegen dem Uhrzeigersinn von vorne nach hinten um die Schlaufe und haltet auch diesen Faden mit Daumen und Zeigefinger fest:

Und endlich kommt die Nadel zum Einsatz! Ihr geht von vorne nach hinten durch die erste Schlaufe und zieht dann den Faden der zweiten Schlaufe hindurch:

Jetzt nur noch die Nadel nach oben ziehen und die erste Masche müsste fertig sein!

Wenn sich jetzt alles in Wohlgefallen auflöst, könnte es daran liegen, dass ihr nicht das linke, sondern das rechte Ende um eure erste Schlaufe geschlungen habt, also nicht gleich alles in die Ecke werfen, sondern ein bisschen ausprobieren, bis es klappt!

… und der Rest:

Danach steckt ihr am besten auch noch die zweite Nadel durch eure Masche. Das hat den Vorteil, dass die Maschen sich gleich beim Anschlagen nicht so fest zusammenziehen und die erste Reihe leichter zu stricken ist. Aber ganz egal, ob eine oder zwei Nadeln, auf jeden Fall müsst ihr jetzt die Masche festziehen und das Ganze in die rechte Hand nehmen. Der Faden zum Knäuel müsste dann von eurem Körper wegzeigen, der kürzere zu eurem Körper hin:

Dann führt ihr den längeren Faden hinter dem kleinen Finger eurer linken Hand, vor Ring- und Mittelfinger und hinter eurem Zeigefinger entlang:

Den zweiten Faden umschließt ihr mit kleinem Finger, Mittel- und Ringfinger und haltet beide Fäden mit dem Daumen auseinander. Jetzt dreht ihr eure Hand so, dass eure Handfläche nach oben zeigt (wobei ihr natürlich eure Hand nicht mehr öffnet):

Ich weiß, es klingt alles ganz furchtbar lang und kompliziert (ich bin selbst überrascht wie schwierig sich das anhört), aber wenn man es zwei, drei Mal gemacht hat, dann kommt man innerhalb von Millisekunden in diese Handhaltung!

Jetzt führt ihr die Nadel unter den Faden, der vom Daumen zu eurer Hand (und weiter zum Knäuel) geht (Nr. 1) und zieht diesen von eurem Körper weg über den Faden, der vom Zeigefinger zur Nadel führt (Nr. 2):

Anschließend zieht ihr den Faden Nr. 2 durch die entstandene Schlaufe zwischen Daumen und Nadeln:

Jetzt nur noch den Daumen aus seiner misslichen Lage befreien, alles festziehen und fertig ist die zweite Masche:

Das Ganze wiederholt ihr jetzt so lange, bis ihr die richtige Maschenzahl zusammen habt. Wenn ihr damit fertig seid, glaubt ihr mir bestimmt auch meinen immer wieder kehrenden Satz, dass das alles gar nicht so schwierig ist wie es aussieht. Abgesehen davon habt ihr mit dem Maschen anschlagen – wie ich finde – den schlimmsten Teil der Arbeit schon überstanden. Und jetzt – viel Spaß beim Üben und holt euch keinen Krampf in den Fingern!

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Published in: on 17. Juni 2009 at 17:42  Schreibe einen Kommentar  

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