Die erste Reihe auf dem Weg zum Schal

Die Vorarbeiten sind erledigt! Wenn ihr euch mit einem einzigen Muster und der allereinfachsten Variante zufrieden gebt (aber wer tut das schon?), könntet ihr nach dem heutigen Artikel theoretisch direkt mit eurem Schal fertig werden! Dafür braucht es im Ganzen noch drei Schritte:

1. Die Randmasche

Damit die Ränder nach Möglichkeit schön gerade und gleichmäßig werden, beginnt man mit einer Randmasche, die „verschränkt“ gestrickt wird. Dafür hält man die Nadel mit den Maschen in der linken Hand. Der kürzere Faden vom Anschlagen interessiert nicht mehr und hängt einfach nach unten. Den Faden zum Knäuel haltet ihr so, dass ihr einigermaßen Spannung zur Nadel aufbauen könnt. Dafür führt ihr ihn wieder hinter dem kleinen Finger  und vor Mittel- und Ringfinger eurer linken Hand hindurch:

Dann wickelt ihr den Faden zwei Mal um euren Zeigefinger und haltet so die Nadel fest:

Mit rechts führt ihr dann die zweite Nadel von oben hindurch, sodass sie auf der Seite des Fadens ist, also von eurem Körper weg zeigt:

Dann legt ihr die  Nadel Nr. 2 unter den Faden und zieht diesen durch die Masche:

Jetzt die Nadel Nr. 1 aus dem Gebilde herausziehen, alles ein bisschen festziehen und ihr habt eure erste Randmasche (kurz: Rm)!

…und Schritt 2:

Ihr haltet beide Nadeln und den Faden so, wie ich es oben beschrieben habe und der Faden liegt hinter der Arbeit. Jetzt führt ihr die Nadel Nr. 2 von unten nach oben durch die Masche und über den Faden:

Den zieht ihr hindurch, befreit Nadel Nr. 1  und das Ganze wird dann natürlich wieder ein wenig festgezogen, damit auch nichts herunterfallen kann:

Damit habt ihr jetzt eure erste rechte Masche gestrickt! So könnt ihr jetzt bis zur vorletzten Masche weiter machen, denn für die letzte fehlt noch…

… Schritt 3:

Ihr legt ganz einfach den Faden vor die Arbeit und übernehmt die letzte Masche, ohne sie zu stricken von auf die Nadel Nr. 2 und das war’s dann auch schon:

Dann die Nadel mit den Maschen wieder in die linke Hand nehmen und mit Schritt 1 beginnen. Auch wenn das jetzt wirklich leicht klingt, will ich euch zur Sicherheit doch noch einige Tipps mit auf den Weg geben.

1. Seid nicht enttäuscht, wenn euer Werk auch nach einigen Zentimetern nicht wie der klassische Strickpulli aussieht. Dafür müsstet ihr auch linke Maschen stricken, aber die gibt’s dann beim nächsten Mal. Vorerst produziert ihr dieses Muster (kraus rechts):

2. Je strammer ihr den Faden am Zeigefinger haltet und je fester ihr die Maschen zieht, desto fester strickt ihr auch. Der Vorteil daran ist, dass das Muster dann wahrscheinlich am regelmäßigsten aussieht, der Nachteil ist, dass man mit der zweiten Nadel kaum in die Maschen kommt und der Faden am Zeigefinger böse einschneidet – Spaß ist was anderes! Wenn ihr zu locker strickt, sieht eure Arbeit aber wahrscheinlich recht unregelmäßig aus. Man muss also irgendeinen Mittelweg wählen, aber das findet sich mit der Zeit schon von ganz alleine.

Ich bin jetzt wahrscheinlich erstmal mit meinem Umzug in eine neue Wohnung beschäftigt, daher wird sich hier vielleicht bis zum Wochenende eher wenig tun. Aber ihr dürftet jetzt ja auch beschäftigt sein!

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Published in: on 18. Juni 2009 at 18:47  Schreibe einen Kommentar  

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