Die Welt der Erwachsenen

Vor einiger Zeit durfte ich einen kleinen Einblick in die Welt der Erwachsenen erhaschen: Ich war auf einer Tupperparty!! Also wirklich mit allem, was so dazugehört: Einige mehr oder weniger kaufwillige junge Damen, ein bis zwei gelangweilte Kinder, für die kein Babysitter gefunden werden konnte, Sekt, eine engagierte Tupperfee und natürlich eine ganze Menge der magischen Plastikdosen!

Die Runde, in der die Veranstaltung stattfand, war sehr interessant gemischt: Einige mit Familie, vollständigem Haushalt und allem was dazugehört, die auch wirklich fachlich interessiert waren (also die Erwachsenengruppe) und eine kleine Runde Studenten, die das ganze eher als nette Nachmittagsbeschäftigung sahen (die Spaßgesellschaft). Dazu schließlich die Gastgeberin, die alle Eigenschaften der Gäste perfekt in sich vereinte: Eine verheiratete Studentin und Mutter von zwei Kindern.

Es war ein bisschen, als würden zwei Welten aufeinanderprallen: Die Kinder der Erwachsenengruppe sorgten natürlich fleißig dafür, dass die Spaßgesellschaft befand, dass es mit dem Erwachsenwerden tatsächlich wohl noch ein bisschen Zeit hat. Als Ausgleich dafür ließ die Erwachsenengruppe keine Gelegenheit aus, einigen Mitgliedern der Spaßgesellschaft vorzuführen, dass sie keine Ahnung vom Kochen haben und daher eigentlich mit den Produkten nicht so richtig viel anfangen könnten.

Hierzu kann die Spaßgesellschaft selbstverständlich nur überlegen mit dem Kopf schütteln: Für wen als für sie sind wohl die pink gestreiften Dosen gemacht?? Dass sich diese im Katalog unter den Kindersachen befanden unterstreicht ja wohl nur, dass diese eindeutig NICHT für die Erwachsenenwelt gemacht wurden! Und wer soll die rote Dose in Herzform kaufen, wenn nicht die Spaßgesellschaft?Herzdose

Auch das Produkt, dass ich mir bestellt habe, spricht eine eindeutige Sprache: Welcher Erwachsene weiß wohl eine solch meisterhafte Alliteration wie die „Klasse Klassiker in frechen Frühlingsfarben“ zu würdigen?

Klasse Klassiker

Nachtrag: Gerade ist mein Gesamtzeugnis über mein erstes juristisches Staatsexamen angekommen, mit dem ich mich nun bewerben kann – bald darf ich auch keine roten Herzdosen mehr bestellen……..

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Published in: on 18. März 2009 at 11:44  Comments (3)  

Tippversuch Nr. 2

Nach dem Schokoladentipp (der ja von den engstirnigen Kommentatoren eher kritisch aufgenommen wurde) habe ich heute mal einen Buchtipp: Die Welt ist nicht immer Freitag von Horst Evers.

Ein kleines Büchlein, dass sich ideal für Zugfahrten eignet: Kurze und sehr unterhaltsame Geschichten, bei denen ich Tränen gelacht habe. So sehr, dass sich die Dame, die den Sitz vor mir hatte umdrehte und nach dem Titel des Buches fragte. Im Gegensatz zu meiner letzten Empfehlung habe ich also zumindest eine Referenz!

Published in: on 2. März 2009 at 23:31  Comments (1)  

Hello world….

Mit diesen Worten begrüßte mich vor einigen Tagen mein erstes eigenes Blog. Nun hat das web 2.0 also selbst mich erreicht und das, obwohl ich bereits mittelschwere Freudentänze aufführe, wenn ich es geschafft habe, meine Stereoanlage mit meinem Fernseher zu verbinden, aber das ist wohl eine andere Geschichte……

Wie kam es nun also zu diesem Sinneswandel? Dazu muss man wissen, dass ich mein Studium mittlerweile größtenteils durch Nebenjobs finanziere und hierbei für mich eigentlich immer nur der Servicebereich in Frage kam. Manchmal wird sich der geneigte Leser dieses Blogs – spätestens nach der einen oder anderen Geschichte –  sicherlich fragen, warum dies so ist und ehrlich gesagt frage ich es mich dann und wann auch. Dies also vorweg: Grundsätzlich habe ich großen Spaß an Kundenkontakt, denn vor allem die Kunden sorgen dafür, dass meine Arbeit nicht in stumpfe Routine abgleitet, sondern jeden Tag etwas Neues bereit hält. Hier und da ist es jedoch ein bisschen zuviel der Abwechslung…

Manchmal erlebe ich Dinge, von denen ich glaube, dass sie es wert sind, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen –  und hier kommt dann dieses Blog ins Spiel. An dieser Stelle werden sich sicherlich diverse Geschichten aus dem täglichen Arbeitswahnsinn wieder finden und was sonst noch kommt, wird sich herausstellen. Seid gespannt, ich bin es auch!

Wie kam es nun aber zu diesem bezeichnenden Namen? Da ich derzeit in einem kleinen Schokoladengeschäft arbeite, war der erste Einfall „Das Schokoblog“. Dies wäre vom Thema allerdings zu festgelegt gewesen und ich habe auch in meinem anderen Job so viele schöne Dinge erlebt und gesehen, die ich loswerden muss. Damit schied dieser Name also aus. Mein Freund brachte mich dann auf das „Krümelblog“ – ich als kleiner Krümel im übermächtigen Dienstleistungssektor. Nach kurzem Überlegen fielen mir hierzu noch mehrere Parallelen zu meinem Leben auf: Bei meiner stolzen Größe von 1,64 m und dazu einer recht zierlichen Figur fällt auch hier der Vergleich mit einem Krümel nicht schwer. Zu guter Letzt habe ich recht lange Zeit bei Subway gearbeitet, sodass die Krümel auch da mein ständiger Begleiter waren. Einige Träumereien, die mit „Eigentlich müsste man mal…“ begannen und viele Zaudereien später und mein Blog war geboren.

Hier ist es nun also und mir bleibt nur noch, mich selbst zu zitieren: „Seid gespannt, ich bin es auch!“

Published in: on 21. Januar 2009 at 08:46  Comments (3)